Akquisitionsdatenbank
Eine
Akquisitionsdatenbank ist eine Datenbank, die kurzfristig
im Rahmen einer Werbe- bzw. Akquisitionskampagne aufgesetzt
wird, um diese zu messen, zu steuern und zu validieren. Gesammelt
werden alle Daten, die mit der Kampagne in Zusammenhang stehen,
z.B. angeschriebene Fremdadressen, Response auf die Marketingaktion
u.ä.. Auf diese Weise können schon im Akquisitionsprozess
Lernkurveneffekte hervorgerufen werden.
Analytisches
CRM Unter analytischem CRM versteht man
den Teil von Customer Relationship Management, der sich mit
der Analyse der im operativen
CRM gesammelten Daten über Kunden und Vertriebspartner
befasst. Das analytische CRM oder auch Data Mining liefert
die Erkenntnisse, um einzelne CRM-Maßnahmen, z. B. Kampagnen
zu optimieren. Ziel ist es, die Kunden in ihrer Gesamtheit
zu betrachten, um abteilungsübergreifend Verhaltensmuster
zu identifizieren und daraus Maßnahmen abzuleiten.

Benchmarking Benchmarking ist der kontinuierliche
Prozess, Produkte, Dienstleistungen und Praktiken zu den Wettbewerbern
in Relation zu setzen. Somit handelt es sich um ein Analyseinstrument,
welches strategische und operative Optionen zeigt. Man unterscheidet
das interne, branchenbezogene und branchenübergreifende
Benchmarking.
Business Plan Im Zusammenhang mit dem Database
Marketing beinhaltet der Business Plan die Abbildung der durch
Database Marketing Systeme implementierten Kosten sowie der
anschließend durch effiezienteres Marketing erzielten
Gewinne.

Call Der
Call ist ein Instrument des Direktmarketing,
bei dem der Kunde per Telefon beworben wird.
Cross-Selling
Unter Cross-Selling versteht man ein Verkaufs-
bzw. Marketinginstrument, bei dem Informationen über
bereits existierende Kunden oder über bekanntes Konsumentenverhalten
genutzt werden, um zusätzliche Käufe anderer Produkte
zu begünstigen. Erscheinungen des Cross-Sellings sind
beispielsweise neue Angebote, die mit einer Zahlungsbestätigung
verschickt werden, aber auch die besondere Aufteilung eines
Supermarktes, in dem Produkte, die häufig zusammen erworben
werden, nah aneinander plaziert sind.
Customer
Relationship Management CRM ist ein integriertes Marketing-Instrument,
das auf allen Ebenen (horizontal wie vertikal) des Unternehmens
(von der Entwicklung bis zum Vetrieb und "after sale
service") angewendet wird, um die Zufriedenheit bestehender
Kunden zu steigern. So soll der Kunde langfristig an das Unternehmen,
eine Marke oder Produkt gebunden werden. Denn es ist aufwendiger,
einen neuen Kunden zu gewinnen, als einen bestehenden zu halten.
CRM-Systeme integrieren und optimieren auf Grundlage einer
Marketing-Datenbank
systemübergreifend alle kundenbezogenen Prozesse in Marketing,
Vertrieb und Kundenservice. Somit liefern sie die technologische
Unterstützung, um Kundenwünsche individueller, wirkungsvoller,
kostengünstiger und schneller zu erfassen. Unterschiedliche
Teilfunktionalitäten, von Kundendatenbanken, über
ETL-Funktionalitäten
zur automatisierten Verteilung von Informationen bis hin zu
Data Mining-Tools fördern die Generierung sämtlicher
Zusammenhänge aus den Kundendaten.
Customer Segmentation Anhand
der Methode des Customer Segmentation oder auch Zielgruppensegmentierung
können Kundenpotenziale abgeschätzt und Kaufentscheidungskriterien
ausgemacht werden. Dabei geht man von dem individuellen Wertesystems
des Kunden aus. Unabhängig davon, wie groß das
Kundenpotenzial ist, sollten möglichst alle Faktoren
identifiziert werden, die das Kaufverhalten des einzelnen
Kunden und Interessenten beeinflussen.
Zur Erhebung und Analyse der Daten greift die
Customer Segmentation auf verschiedene Quellen
und Methoden zurück, z.B. Fragebogen, Interview,
bestehende Kundendatenbanken, zugekaufte Adressen, Data
Mining usw. Die Zielgruppensegmentierung teilt
den Markt anhand von soziodemographischen und
insbesondere psychographischen Daten in homogene
Segmente, die ein eindeutiges Kundenverhalten
vorhersehen lassen.

Data Cleansing
Data Mining Data
Mining ist ein Prozess, in dessen Verlauf durch Auswahl, Erklärung
und Modellierung größerer Datenmengen vorher unbekannte
Zusammenhänge aufgedeckt werden. Im Gegensatz zum in
der Wissenschaft gebräuchlichen empirisch-analytischen
Vorgehen, das in der Regel ausgehend von einer Theorie ihres
Gegenstandes hypothesengeleitet verfährt, ist das Data
Mining a-theoretisch und datengeleitet. Ziel ist damit nicht
die Suche nach letzten Wahrheiten, sondern der effiziente
Gewinn von empirischen Regeln und Prognosen für die eigene
Geschäftstätigkeit. Mit Hilfe einer Kombination
verschiedener multivarianter statistischer Verfahren können
bspw. Abwanderungstendenzen bestimmter Kundengruppen oder
Cross-Selling Potenziale
ermittelt werden.
Data Modelling Data Modelling beschreibt den
Prozess, der notwendig ist, um eine Marketing-Datenbank
aufzubauen. Im Rahmen der Datenmodellierung wird festgelegt,
wie der einzelne Kunde abgebildet werden soll, d.h. welche
marketingrelevanten Informationen benötigt werden (z.B.
Marketinghistorie, Response des Kunden, Kauf- oder Potenzialdaten
etc.). Ziel ist die Erstellung einer qualitativ hochwertigen
Entscheidungsbasis für Direktmarketing
Aktionen.
Data Warehouse
Ein Data Warehouse ist eine von den operationalen
Datenverarbeitungssystemen isolierte Datenbank, die als unternehmensweite
Datenbasis für alle Ausprägungen von Systemen dient,
um das Management hinsichtlich sämtlicher Führungsentscheidungen
zu unterstützen.
Data Warehousing Sammlung aller relevanten
Daten im sogenannten "Data Warehouse", um diese
anschliessend mit den geeigneten Data
Mining-Tools analysieren und auswerten zu können.
Data Warehousing stellt somit ein Konzept zur themenorientierten,
integrierten, zeitbezogenen und dauerhaften Sammlung von Informationen
zur Entscheidungsunterstützung des Managements dar.
Database (Datenbank) Eine Datenbank ist eine in mehreren Dateien abgelegte
Informationssammlung, welche z. B. Kunden- bzw. Werbedateien
(Marketing-Datenbank)
mit gespeicherten Kriterien, wie z.B. Bestelldaten, Bestellwert,
Kauffrequenz usw. enthält.
Database Management
Database Managment bezeichnet die Pflege und
Verwaltung einer Marketing-Datenbank.
Database
Marketing Unter Database Marketing versteht man ein
Marketing auf der Basis kundenindividueller, in einer Datenbank
(Marketing-Datenbank)
gespeicherter Informationen. Ausgangspunkt hierbei sind die
Merkmalsprofile von aktuellen und potenziellen Kunden, welche
im Rahmen unterschiedlicher Analysemethoden zur Bewertung
und Selektion möglicher Zielpersonen und Zielgruppen
verwendet werden.
Diese Merkmalsprofile enthalten neben den üblichen demografischen
Grunddaten insbesondere auch Potenzialdaten, d.h. alle Angaben
darüber, welcher Bedarf zu welchen Zeitpunkten voraussichtlich
bei den einzelnen Kunden auftreten wird. Database Marketing
stellt somit entscheidungsrelevante Informationen zur gezielten
Kundenansprache und -bindung zur Verfügung.
Deduplizierungsprozesse
Deduplizierungsprozesse dienen der Bereinigung
der Kunden- und Marketing-Datenbank
von Adress-Dubletten und somit der Bildung einer quellübergreifenden
einheitlichen Kundennummer (Marketing-ID).
Dialogmarketing
Unter Dialogmarketing versteht man die Eins-zu-Eins
Kommunikation mit dem Kunden durch z.B. Mailings
oder Calls.
Direktmarketing
Das Direktmarketing nutzt die direkte Kommunikation und/oder
den Direktvertrieb, um potenzielle oder bestehende Kunden
in persönlicher Einzelansprache gezielt zu erreichen
(One-to-One Marketing). Dabei
bedient man sich auch häufig einer mehrstufigen Kommunikation
um einen direkten, individuellen Kontakt herzustellen.

ETL-Funktionalitäten Aufgabe
der Extraktions-, Transformations- und Lade-Management Funktionalitäten
ist es, Daten aus den unterschiedlichen Datenquellen zu extrahieren,
diese gegebenenfalls zu transformieren und in die Marketing-Datenbank
zu importieren.

Gap-Analyse (zu deutsch: Lückenanalyse)
Ein in der Praxis gebräuchliches Instrument, um Notwendigkeit
und Umfang strategischer Maßnahmen zu beurteilen, die
zur Erreichung eines langfristigen, existenzsichernden Renditeziels
erforderlich sind. Die Gap-Analyse ist leicht einsetzbar und
beruht auf der systematischen Verknüpfung von Budget,
Mittelfristplanung und strategischer Zielsetzung (Statusbetrachtung).
Durch Extrapolation der Kurz- und Mittelfristplanung über
einen strategischen Zeitraum wird die "strategische Zielabweichung"
aufgedeckt (Soll-Ist-Vergleich). Diese kann, nachdem vorher
bekannte Rationalisierungsreserven aufgearbeitet und alle
vorhandenen Potenziale genutzt werden, nur durch strategische
Maßnahmen (Schaffung neuer Potenziale) geschlossen werden.

Interessentengenerierung Die Interessentengenerierung
beschreibt einen Dialogmarketing-Prozess
mit der Zielsetzung, im ersten Schritt Interessenten für
ein bestimmtes Produkt oder eine Dienstleistung zu gewinnen.
Gerade im Geschäftskundensegment oder bei Produkten mit
langen Beratungszyklen spielt die Interessentengenerierung
ein bedeutende Rolle, da es hier meist nicht sofort zum Vertragsabschluß
oder Kauf kommt.

Kampagnen Management Software Das Kampagnen
Management Software Modul unterstützt den Marketing Manager
bei der Planung, Koordination, Durchführung und Kontrolle
von Direktmarketing
Aktionen. Damit stellt das Modul eine der entscheidenden Funktionen
bei der Durchführung von One-to-One Maßnahmen auf
Basis der in der Marketing-Datenbank
vorhandenen individuellen Kundeninformationen dar.
Kaufwahrscheinlichkeitsprognose Mit der Methode
der Kaufwahrscheinlichkeitsprognose wird die Wahrscheinlichkeit
prognostiziert, mit der der Kunde auf eine Direktmarketing
Aktion reagiert. In gewisser Weise wird die Affinität
des Kunden zu einem bestimmten Produkt gemessen.

Mailing
Oberbegriff für jede Werbesendung, die
den Empfänger per Post erreicht. Das Mailing ist ein
Instrument des Direktmarketing.
Marketing- Datenbank Die
Marketing-Datenbank enthält eine Sammlung von Adressen
von bestehenden Kunden sowie Interessenten. Diese Adressen
werden durch zahlreiche Merkmale ergänzt, die der Qualifizierung
der Daten dienen sollen. Bei Privatadressen können dies
Geschlecht, Alter, Einkommen, Haushaltsgröße oder
die Mitgliedschaft in einer Organisation sein. Bei Firmenkunden
interessieren Branche, Umsatzgröße und Mitarbeiteranzahl.
Mit Hilfe einer Marketing-Datenbank wird die gezielte Ansprache
des Kunden ermöglicht und somit die Entscheidungsgrundlage
für effizientes Direktmarketing
geschaffen.
Marketing-ID Unter einer Marketing-ID versteht
man eine für jeden Kunden unternehmensweit einheitliche
Kundennummer. Mit Hilfe dieser Kundennummer können Direktmarketing
Aktionen gezielter und wirkungsvoller ausschließlich
an den Kunden gerichtet werden, für den sie bestimmt
sind.

One-to-One
Marketing Unter One-to-One Marketing versteht man ein
Marketing, das sich durch den direkten Dialog (z.B. Call
oder Mailing) mit dem
Kunden auszeichnet und sich in seiner Idealausprägung
an den spezifischen Bedürfnissen jedes einzelnen Kunden
orientiert. (siehe auch Direktmarketing).
Operatives CRM
Unterstützt die Mitarbeiter bei der systematischen
Erfassung,
Speicherung und Vorbereitung der Auswertung von Kundenkontakten
(darunter auch Informationen aus unpersönlichen Kontakten,
z.B. website-Besuchen) und dient somit als Grundlage für
die Bewertungsansätze des analytischen
CRM.

Profiling Profiling
bezeichnet die Charakterisierung einer Zielgruppe anhand bestimmter
übertragbarer Merkmalskombinationen. Auf diese Weise
können Kernzielgruppen besser selektiert werden. Im Privatkundengeschäft
dienen meist soziodemografische Merkmale zur Charakterisierung
der Zielgruppen, während im Geschäftskundensegment
in der Regel Branche, Mitarbeiteranzahl und Umsatz des Unternehmens
zur Beschreibung herangezogen werden.
Prognose der Abwanderungswahrscheinlichkeit
Dieser Analyseansatz prognostiziert die
Wahrscheinlichkeit, mit der ein Kunde entweder seine Beziehung
zum Unternehmen völlig abbrechen wird oder Teile der
bisher bezogenen Produkte und Dienstleistungen durch Konkurrenzangebote
substituieren wird. Zielsetzung dieses Prognosemodells ist
es, die abwanderungsgefährdeten Kunden frühzeitig
zu erkennen, um gegebenenfalls kundebindende Maßnahmen
gezielt einleiten zu können.
Potenzialprognose Der
Ansatz der Potenzialprognose hat die Aufgabe, alle mit dem
Kunden erwitschaftbaren Potenziale zu bestimmen. Es ergibt
sich der Wert, der dem Kunden anhand seiner Merkmale auf Basis
eines Prognosemodells zugewiesen wird. Dabei kann es sich
um eine Gegenüberstellung von z.B. gegenwärtigen
Absatzvolumen und Absatzpotential handeln, welche verdeutlicht,
zu welchem Prozentsatz das Unternehmen das mögliche Absatzpotenzial
dieses Kunden ausgeschöpft hat und wo noch Ressourcen
brach liegen.

ROI Betrachtung Durch die Return-on-Investment-Betrachtung
wird der Erfolg einer Kampagne gemessen indem man den generierten
Deckungsbeitrag, den man mit dem akquirierten Kunden erwirtschaftet
hat in Relation zu den vorab investierten Marketingkosten
setzt.

Scoring Das Scoring ist ein Bewertungsverfahren,
bei dem bestimmte Kriterien oder Merkmale bewertet werden,
um sie anschließend in Relation setzen zu können.
Im Database Marketing
werden statistische Prognosemodelle zur Entwicklung eines
Scores herangezogen.

Vertriebscontrolling Das Vertriebscontrolling
ermöglicht die Überprüfung des Umwandlungs-
und Bearbeitungsprozesses der zentral gewonnenen Interessenten
in dezentral durch den Vertrieb akquirierte Kunden. Dies geschieht
durch webbasierte Interessenten Management Systeme, welche
den Vertriebsmitarbeiter verpflichten den Bearbeitungsstatus
des Interessenten transparent zu dokumentieren.

Wellenansatz
Der Wellenansatz ist ein iteratives Verfahren,
bei dem eine Kampagne nicht in einem Zug durchgeführt
wird, sondern ein kontinuierlicher Lernprozess stattfindet,
bei dem stufenweise die Ergebnisse einer Kampagne gemessen,
validiert und auf Grund der Lernkurveneffekte stetig optimiert
werden. Zielsetzung hierbei ist die permanente Verbesserung
des Return on Investment während der gesamten Kampagne.
Werbeerfolgskontrolle Retrospektive
Betrachtung einer Werbeaktion, bei der analysiert wird inwieweit
der investierte Aufwand in einem angemessenen Verhältnis
zum aus der Aktion erwirtschafteten Ertrag steht. Gemessen
wird dieser Erfolg in der Regel am mit den neu akquierierten
Kunden erzielten Deckungsbeitrag.

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